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Alte Industriestandorte – Neue Nutzung


Die Einwohnerzahlen Berlins sollen laut dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in den nächsten zehn Jahren auf vier Millionen ansteigen. Die Hauptstadt ist nicht nur für weltweit agierende Firmen interessant, die die Nähe zur Bundesregierung schätzen, sondern auch für kleine Start-Ups, insbesondere aus der Dienstleistungsbranche, die die Aufbruch-Stimmung für ihre innovativen Ideen nutzen. Die internationale Musikszene zieht Musiker aus aller Welt in die Metropole und auch viele andere Künstler, wie Modedesigner, Bildhauer und Maler, fühlen sich in der kreativen Welt Berlins wohl.

Alte Industriestandorte neu beleben

Die neuen Bewohner Berlins wollen jedoch nicht nur in der Stadt arbeiten, sondern auch wohnen. Der vorhandene Wohnraum ist jedoch knapp und die Fläche der Stadt begrenzt. Die Grünflächen werden als Erholungsgebiete benötigt und freies Bauland ist Mangelware. Um trotzdem der wachsenden Bevölkerung ausreichend Wohnraum zur Verfügung zu stellen, entwickeln Investoren und Architekten einen neuen Blick auf Vorhandenes.

Der alte Industriestandort Berlin verfügt über zahlreiche große Fabriken und Brachflächen, die seit Jahren ungenutzt und zum Teil dem Verfall preisgegeben sind. Da eine erneute Ansiedlung nennenswerter Industrie unwahrscheinlich ist, entwickeln die Projektgesellschaften neue Wohnideen auf den verlassenen Arealen. Die Idee ist nicht ganz neu und bisher haben sich schon einige Kunstinitiativen in den verlassenen Gebäuden Ateliers eingerichtet oder Künstlertreffs geschaffen. Doch diese kleinen Initiativen haben weder das Geld noch das notwendige Knowhow, um die teils mehrere Hektar umfassenden Gelände und Fabriken ganz neu zu entwickeln. Sie zeigen aber, wie charmant so manche Industrieruine zu neuem Leben erweckt werden kann, und was für ein Potential diese Liegenschaften haben.

Geplante Wohnprojekte

Eiswerder ist ein typisches Beispiel für die Wiederbelebung eines nicht mehr als Industriestandort genutzten Areals. Auf der rund 140.000 Quadratmeter großen Insel in Berlin Spandau stehen alte Fabriken, die vor mehr als 100 Jahren entstanden, um Rüstungsgüter herzustellen. In die alten, historischen Gemäuer sind bisher verschiedene Künstler eingezogen. Jetzt plant das Wiesbadener Unternehmen Haus & Capital mit dem Münchner Architekturbüro M13 dort 90 Eigentumswohnungen zu bauen. Auf der Südwestspitze der Havelinsel sollen acht Mehrfamilienhäuser in Klinkerbauweise entstehen, deren Optik sich an die vorhandene Bebauung anlehnt.

Die alte Reemtsma-Fabrik in Schmargendorf ist eine weitere Ruine, die die Fantasie anregt. Ab 1959 wurden hier für bekannte Marken wie Peter Stuyvesant, West oder R1 Zigaretten produziert. Seit 2003 wurde die Fabrik geschlossen. Die Firma Wohnkompanie hat das Gebäude gekauft und plant dort, neben Gewerbe- und Büroeinheiten, bis zu 1500 Wohnungen zu bauen.

Platz für Neubauten

In Spandau am Rand der Spandauer Altstadt soll das leerstehende ehemalige Postgebäude abgerissen werden und Platz für Neubauten schaffen. Die neuen Eigentümer Merz Objektbau GmbH und Fay Projekts GmbH möchten mit einer Mischung aus Gewerbe, Einzelhandel, Hotel und 20 Prozent Wohnungen ein neues Quartier auf der 140.000 Quadratmeter großen Fläche anlegen.

Ein weiteres Projekt stellen die Sanierungen eines Wohnhauses aus der Gründerzeit und einem anliegenden Industriestandort in Berlin Wedding durch die Fortis Wohnwert Group dar. Das 1.500 Quadratmeter große Grundstück liegt in der Schulzendorfer Straße 23. Schon 2018 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. In dem Fabrikgebäude waren in den letzten 100 Jahren zahlreiche Betriebe ansässig, darunter eine Zigarettenfabrik. Die entstehenden Wohnlofts sollen großzügig gestaltet sein und ca. 5000 € pro Quadratmeter kosten.

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